Laufende Projekte
Aktuell begleitet ekwal zwei Kernprojekte in der Region Kwale. Sheroes CBO unterstützt alleinerziehende Mütter beim Aufbau einer sozialen und wirtschaftlichen Perspektive. Kinfarm CBO schafft Arbeitsplätze durch eine eigene Gemüsefarm und Hühnerzucht. Geleitet werden die Projekte von Dally Muoo und Daniel N. Kiura. Seit 2023 flossen rund CHF 93'000 in beide Projekte, ermöglicht durch die Jahresbeiträge der ekwal Mitglieder und Spendeneinnahmen.
2023 - heute
Sheroes CBO
Aus alleinerziehenden Müttern werden Unternehmerinnen. Sheroes gibt jungen Frauen in Kwale eine Ausbildung, eine Perspektive und den Zugang zu einem eigenen Einkommen.
Projektbeschrieb
Sheroes unterstützt junge, alleinerziehende Mütter in der Region Kwale an der kenianischen Südküste. In Kenia werden überdurchschnittlich viele Frauen zwischen 15 und 18 Jahren schwanger, in der Region Kwale liegt die Prävalenzrate bei 24 Prozent. Die jungen Väter verschwinden meist nach der Geburt. Die Frauen stehen ohne Einkommen, ohne Ausbildung und mit geringer gesellschaftlicher Unterstützung da. Sheroes durchbricht diesen Kreislauf durch psychosoziale Begleitung, Ausbildung und den Aufbau eigener Einkommensquellen. Geleitet wird das Projekt von Dally Muoo, die das Programm 2023 ins Leben gerufen hat. ekwal begleitet Sheroes zunächst in einer dreijährigen Pilotphase bis Ende 2026. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Pilotphase folgt der Aufbau von geeigneter Infrastruktur, um Sheroes bis 2031 finanziell selbsttragend zu machen.
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Alle Plätze in Bäckerei, im Nähatelier und in der Kreativwerkstatt sind besetzt. Der Ausbau läuft: weitere Nähmaschinen und eine vergrösserte Bäckerei sind in Planung. Im Hintergrund wird gemeinsam mit Dally Muoo die Vision erarbeitet, wie Sheroes nach Ablauf der Pilotphase Ende 2026 in die finanzielle Unabhängigkeit übergehen kann.
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Im Frühjahr wird die Sheroes-Bäckerei eingerichtet und ausgestattet. Erste Brote werden von Sheroes-Absolventinnen gebacken. Dally gründet die zweite CBO «Loaf Life», die durch Herstellung und Verkauf von Brot Sheroes finanziell tragen soll. Ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Im Herbst schliessen 13 Mütter das Trainingsprogramm in Schneiderei, Henna-Tattooing und Make-up erfolgreich ab. Zwei weitere absolvieren mit Unterstützung von Sheroes ein national anerkanntes Berufsdiplom. Sheroes startet 2026 erstmals mit einer Warteliste.
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Eine Krankenschwester kommt ins Team und vermittelt den Müttern alltägliche Skills im Umgang mit kleinkindlichen Bedürfnissen. Arbeitstrainings werden eingeführt: Stoffwindeln nähen, Schmuck knüpfen, Henna-Tattoos, Make-up. Was funktioniert, wird ausgebaut. Im April bezieht Sheroes erstmals eigene gemietete Räumlichkeiten, die mit einer auffälligen Wandbemalung in der Community sichtbar werden. Weitere Nähmaschinen werden angeschafft, die Produktion wird gesteigert. Im zweiten Halbjahr entsteht der Businessplan für eine eigene Bäckerei.
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Sheroes startet im Herbst 2023 nach langer Vorbereitung mit Dally Muoo in Kwale. Alle administrativen und behördlichen Hürden für die Gründung werden genommen. Die ersten Mütter werden aktiv aufgesucht und für das Programm gewonnen. Eine geführte Selbsthilfegruppe wird aufgebaut.
Projektverlauf nach Jahren
2023 - heute
Kinfarm CBO
Vom leeren Grundstück zur autarken Gemüsefarm in nur zwei Jahren. Mit dem neuen Hühnerstall wird Kinfarm in Zukunft bis zu 300 Menschen Arbeit geben. Die Arbeitsplätze werden gezielt alleinerziehenden Müttern von Shine School Kindern angeboten. Ausserdem werden die täglichen Mahlzeiten für die Schulkinder durch die Gemüsefarm unterstützt.
Projektbeschrieb
Kinfarm ist ein landwirtschaftlicher Betrieb in der Umgebung der Shine School. Das Projekt schafft Arbeitsplätze für alleinerziehende Mütter, deren Kinder die Shine School besuchen und die sich die Schulgebühren oft nicht leisten können. Geleitet wird Kinfarm von Daniel N. Kiura, der gleichzeitig Schuldirektor der Shine School ist. Daraus entstehen wichtige Synergien zwischen Schule und Farm. Auf einem eigenen Grundstück mit Bohrloch, Solaranlage und Wasserturm werden Kohl, Spinat, Peperoni, Auberginen und Amaranth angebaut. Langfristig soll Kinfarm bis zu 300 Frauen Arbeit geben.
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Die Hühnerzucht wird aufgenommen. Mit 500 Hühnern lassen sich monatlich rund 100 000 KSH Gewinn erwirtschaften, ein Ausbau auf 1’500 Tiere ist geplant. Daniel betreibt auf seinem eigenen Grundstück bereits eine Hühnerzucht, die Planzahlen sind belastbar. Mit der Hühnerfarm wird das volle Potential von Kinfarm ausgeschöpft. Nach Abschluss dieser Projektphase mit 500 Hühnern sollte Kinfarm selbsttragend weiterlaufen und nachhaltig Gewinn erwirtschaften.
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Der Gemüseanbau wird weiter professionalisiert. Ein kleiner Traktor wird angeschafft und beschleunigt die Bodenaufbereitung deutlich. Die Ernten fallen ergiebiger aus als 2024. Die Kinfarm Gemüsefarm ist heute autark und trägt sich kommerziell selbst. Die CBO-Mitglieder erhalten einen zusätzlichen Jahresbonus von 100 000 KSH. In der zweiten Jahreshälfte wird der Hühnerstall gebaut, mit Kapazität für 1’500 Tiere. Holz von Bäumen auf der Farm wird verwendet, um Kosten zu sparen.
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Der Fokus liegt auf dem Ausbau der Infrastruktur. Eine Solaranlage wird installiert, sodass die Wasserpumpe jederzeit unabhängig betrieben werden kann. Auch das angrenzende Dorf profitiert: lange Fussmärsche zur Wasserstelle entfallen. Im Mai zerstören starke Überschwemmungen das gesamte Saatgut. Nach den Regenfällen wird neu angepflanzt. Gegen Jahresende ermöglicht eine weitere Spende der schweizer NGO «Kinder in Not» den Bau eines professionellen Wasserturms.
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Das Kick-off-Meeting mit Daniel findet statt. Dank einer grosszügigen Spende der schweizer NGO «Kinder in Not» über CHF 25’000 kann das Projekt grösser geplant werden als ursprünglich vorgesehen. Ein eigenes Grundstück wird gekauft, ein Bohrloch erschlossen, die Farm Anfang 2023 in Betrieb genommen. Der Gemüseanbau startet, der Verkauf läuft über die Frauen der CBO auf dem Wochenmarkt.
Projektverlauf nach Jahren